Die Assoziation Kritische Psychologie ist eine offene Gruppe bestehend aus Studis und Nicht-Studis, die zur Kritischen Psychologie arbeiten.

Konstituiert hat sich der Arbeitszusammenhang im April 2009 aus Studierenden, die bereits an der Uni Seminare zu Kritischer Psychologie belegt und organisiert hatten. Ein äußerst sympathisches Wochenendseminar, auf dem vertiefende Texte zur Kritischen Psychologie gelesen und diskutiert wurden, führte dann zur Gründung der Assoziation, die sich monatlich trifft (Arbeitsgruppentreffen eher 14-tägig).

Wir kommen nicht alle aus der Psychologie aber teilen zumeist eine gewisse Enttäuschung über das mangelnde Verständnis der „konventionellen“ Psychologie über gesellschaftliche Prozesse. Dieses Verständnis ist unserem Erachten nach aber unabdingbar für die angemessene Erforschung und den Umgang mit Kognitionen, Emotionen und Verhalten. Eine weiterer zentraler Punkt der Kritischen Psychologie ist, dass Menschen nicht als Forschungsobjekte, sondern vielmehr als Subjekte gesehen werden, die nicht nur passiv auf ihre Umwelt reagieren können, sondern diese aktiv gestalten. Aus dieser Perspektive wird zum Beispiel ein Experiment der mainstream Psychologie, in dem das Verhalten lediglich als abhängige Variable gefasst wird, als wenig Erkenntnis bringend angesehen.

Wir versuchen die Kritische Psychologie in Theorie und Praxis weiterzuführen, sie an der Uni zu vermitteln und im psychologischen Berufsleben zu verankern. So ist für das Wintersemester 2009/10 eine Ringvorlesung über die Kritische Psychologie geplant und im Sommer 2010 werden Teile der Assoziation eine Ferien-Universität zur Kritischen Psychologie mitorganisieren. Ihr dürft gespannt sein! Wir sind es auch.